Georgetown, Malaysia – 8.-12. Feb. 2017

Wir haben irgendwo gelesen, dass es im Süden von Thailand, in der Region die zu Malaysia gehört regelmässig zu Anschlägen kommt, unter anderem auf Touristenorte sowie Zug und Bus. Deshalb haben wir den Flieger genommen um von Surat Thani nach Georgetown zu kommen. Im Nachhinein war die Angst wahrscheinlich eher unbegründet. Entsprechende Anschläge sind selten und wir hätten unsere Reiseroute sowieso nur am Rand der aufmüpfigen Gebiete vorbei gelegt. Auf jeden Fall sind wir nun also in Georgetown angekommen und lernen ein neues Land kennen.

Goodbye Thailand

Das erste was uns aufgefallen ist: Linksverkehr! Eine kurze Recherche hat gezeigt, wir werden nie mehr Rechtsverkehr sehen bis zum Ende unserer Reise. Thailand, Malaysia, Indonesien, Singapur, Australien, Südafrika und seine Nachbarländer haben alle Linksverkehr.

Weiter war uns speziell in Bangkok aufgefallen, dass alle öffentlichen bzw. Staatlichen Gebäude mit schwarzen und weissen Schleifen geschmückt waren, da seit dem Tod des Thailändischen Königs Bhumibol am 13. Oktober 2016 eine einjährige Staatstrauer gilt. Das Foto des geliebten Monarchen ist auf jedem Altar in allen Strassen zu sehen.

Surat Thani, Thailand – 6.-8. Feb. 2017

Nach Koh Tao hatten wir in Surat Thani schon fast wieder einen kleinen Kulturschock. Während man in Koh Tao fast nur sonnenhungrige Westler in knapper Bademode sah, sieht man in Surat Thani praktisch nur Thais und diese tragen auch bei 30° meist langärmelige Kleidung, oder mindestens lange Hosen.Wir blieben für zwei Nächte in Surat Thani und verbrachten die meiste Zeit mit dem Schreiben von Blogposts und dem Lesen unserer eBooks. Das Highlight von Surat Thani war aber definitiv der Nightmarket in der Nähe unseres Hotels mit exzellentem Streetfood. Der Nightmarket bestand aus einer kleinen Strasse entlang von ca 3 Häuserblocks auf welcher Essen, Kleider, Getränke, Früchte, DVDs und anderes angeboten wurde. Dies Auswahl beim Essen war riesig und man wusste kaum was man alles probieren wollte. Es gab selten Wartezeiten und trotzdem war alles frisch und es war vor allem sehr günstig. Ein richtiger Geheimtipp.

Koh Tao, Thailand – 4.-6. Feb. 2017

Nach unserem kurzen Schnorchelabenteuer in Bang Saphan wollten wir wieder einmal Tauchen gehen. Unser nächster Stop war also Koh Tao, ein Tauch- und Schnorchelpradies.Leider klappte das ganze mit dem Tauchen nicht so recht, da unser Papierkram nicht ganz vollständig war und uns die Tauchschule nicht tauchen lassen wollte. Bis wir den fehlenden Teil aus der Schweiz organisiert hätten wäre wohl eine Woche vergangen. Wir mussten und also nochmals mit Schnorcheln begnügen.

Bang Saphan, Thailand – 29. Jan.-4.Feb. 2017

Nachdem wir die Thailändische Königliche Eisenbahn schon zwischen Bangkok und Hua Hin erfolgreich getestet haben, nehmen wir auch für unsere Weiterfahrt nach Bang Saphan wieder den Zug.

Bereits direkt nach dem Aussteigen am Bahnhof fällt uns auf, dass wir hier ziemlich weit weg von jeder grösseren Stadt gelandet sein müssen. Es fehlt nämlich die übliche Traube an nervigen Taxi- und Tuktukfahrern die sich einem aufdrängt. Es stellt sich bald heraus, hier gibt es keine Taxis, Tuktuks, Uber oder Ähnliches und wir treten den Weg zu unserem 5 Kilometer entfernten Hotel zu Fuss an. Zum Glück nimmt uns eine freundliche Thailänderin in ihrem Pick-up mit und hilft uns beim Suchen unseres Hotels.

Hua Hin, Thailand – 25.-29. Jan. 2017

Nach ein paar Stunden im Zug, 2. Klasse mit Ventilatoren, ohne Klimaanlage, sind wir in Hua Hin angekommen. Nach kurzen Verhandlungen mit den Taxifahrern haben wir ein Tuktuk gefunden, welches uns für 100 Baht, statt 400 wie das Collectivo verlangt hätte, zum Hotel gefahren hat.Unser Hotel liegt nicht direkt am Strand, dafür ist es einigermassen zahlbar. Direkt neben einer Deutschen Bäckerei, neben dem “InterContinental Hotel” mit riesiger Shopping Mall und in der Nähe von einem Schweizer Restaurant, gleich neben der Thaiboxschule.

Bangkok, Thailand – 18.-25. Jan. 2017

Der Grenzübergang von Kambodscha nach Thailand war interessant.Wir hatten einen Bus gebucht von Siem Reap bis Bangkok. Man erklärte uns, dass es zuerst einen Bus gibt und wir dann auf Minivans umsteigen müssen nach der Grenze, da der Bus nicht über die Grenze darf. Man stempelte sich in Kambodscha aus, ging zu Fuss durch den zollfreien Streifen, vorbei an Zigarettenverkäufer und einem Hotel mit Casino. Da wir genau während der Mittagspause angekommen sind, mussten wir ca zwei Stunden anstehen. Es war zu beginn nämlich nur ein Einreiseschalter geöffnet. Das ganze ging dann schneller, als die andern Schalter ebenfalls geöffnet waren. Immerhin war der Warteraum klimatisiert. Auf der anderen Seite wurden wir dann von unserem Reiseleiter wieder in Empfang genommen und mit einem Pickup (mit Bänkchen und Dach auf der Ladefläche) weitergefahren. Nur ca fünf Minuten. Scheinbar hatte es unser Bus doch über die Grenze geschafft und wartete bei einem kleinen Restaurant auf uns.

Goodbye Kambodscha

Obwohl wir in Kambodscha mit der Hauptstadt Phnom Penh und Siem Reap nur zwei grosse und sehr touristische Städte besucht haben, so haben wir doch einiges über Kambodscha und seine Kultur erfahren.

  • Kambodscha ist heute wesentlich kleiner als die grösste Ausdehnung des mittelalterlichen Khmerreiches. Die Bevölkerung identifiziert sich aber immer noch sehr stark mit den Khmer: die Sprache heisst Khmer, die Menschen nennen sich und ihre Kultur Khmer. Dasselbe gilt auch für Menschen die in Regionen des ehemaligen Khmerreiches wohnen welche heute Teil umliegender Länder wie Vietnam, Thailand und Laos sind.
  • Die Khmerkultur hat ihren eigenen architektonischen Stil der sich vor Allem vom vietnamesischen stark unterscheidet. Da das Khmerreich zu seiner Blütezeit regen Austausch mit Thailand aber auch Indien hatte, hat die Architektur Ähnlichkeit zu diesen Ländern.
  • Auch die Khmerküche ist durch Indien beeinflusst worden, hat aber immer noch starke Ähnlichkeit mit der Vietnamesischen Küche.
  • Die französische Kolonialherrschaft hat auch in Kambodscha ihre Spuren hinterlassen. So ist die Khmerküche, gleich wie die vietnamesische, beeinflusst worden durch französische Küche. Da Frankreich in Kambodscha aber weniger verankert war, gibt es wesentlich weniger kolonialzeitliche Bauten im französischen Stil. Im Gegensatz zu Vietnam sprechen etwas weniger Leute Englisch, dafür können (oder wollen?) erstaunlich viele Französisch sprechen.

Siem Reap und Angkor, Kambodscha – 13.-18. Jan. 2017

Siem Reap ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Nordosten Kambodschas und ist das Haupttouristenmagnet des Landes. Denn von Siem Reap aus kann die imposante Hauptstadt des Khmer-reiches, Angkor, mit dem wohl bekanntesten Tempel, Angkor Wat, in einem Tagesausflug besucht werden.

In Siem Reap haben wir ein gemütliches Gasthaus gefunden, das sogar einen Pool hat. Von dieser Basis aus und bewaffnet mit einem Dreitagespass machen wir uns auf den Angkor Archäologiepark zu erkunden. Voller Elan schwingen wir uns aufs Velo und starten den circa 15 Kilometer langen “kleinen” Rundkurs. Wir haben natürlich die tropische Mittagssonne und die über 30° die hier auch im Januar herrschen vergessen und kommen deshalb völlig verschwitzt beim ersten und sicher bekanntesten Highlight an: Angkor Wat.

Phnom Penh, Kambodscha – 9.-13. Jan. 2017

Von der Grenzstadt Chau Doc aus nutzen wir den Mekong als Transportmittel um über die Grenze und ins Landesinnere von Kambodscha zu gelangen. Unser Ziel ist die Hauptstadt Kambodschas, Phnom Penh, wo wir uns mit der Kultur der Khmer auseinander setzen.

Die Khmer sind die grösste Ethnie in Kambodscha und sind auch in den umliegenden Ländern Vietnam, Laos und Thailand zu finden. Sie sprechen eine gemeinsame Sprache Khmer. Das Reich der Khmer erstreckte sich ab 800 bis im 12. Jahrhundert über ganz Südostasien und hatte sein Kultzentrum in Angkor. Im 15. Jahrhundert wurde Kambodscha dann zu einem Vasallenstaat Thailands und verlor zunehmend Land an seine Nachbarn. Als das Land im 18. Jahrhundert zum französischen Protektorat wurde, kooperierte der kambodschanische Könige weil er sich Hilfe gegen die invasiven Nachbarn erhoffte.